Blutstammzellspende, was ist das?

Was sind Blutstammzellen?

Die Blutstammzellen werden im Knochenmark gebildet und sind die "Mutterzellen" für die drei wichtigsten Bestandteile des Blutes.

 

Das sind:

  • rote Blutkörperchen = zuständig für den Sauerstofftransport

  • weisse Blutkörperchen = zuständig für die Immunabwehr

  • Blutplättchen = zuständig für die Blutgerinnung - damit es nicht mehr aus dem Gefäss blutet.

 

 

Wer braucht eine Blutstammzelltransplantation?

In der Schweiz erkranken jährlich rund 1 000 Kinder und Erwachsene an Leukämie "Blutkrebs" oder anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen des Knochenmarks. Dabei ist die Bildung der Blutzellen gestört, oft werden zu viel und krankhafte Blutzellen produziert. Diese verdrängen die gesunden Zellen, sodass die verschiedenen Aufgaben der Blutzellen nicht mehr gewährleistet sind.

 

Für einige der Betroffenen ist die "Transplantation" von gesunden Blutstammzellen oft die einzige Chance auf eine vollständige Heilung.


In der Familie ist die Wahrscheinlichkeit von 20-30% eher gering einen passenden Spender zu finden. Deshalb ist man darauf angewiesen, einen Spender ausserhalb der Familie zu fnden.

 

 

Wer kann Spender werden?

Als Spender können sich alle gesunden Menschen im Alter von 18 bis 55 Jahren registrieren. Welches weitere Kriterien zum Schutz von Spender und Empfänger sind, können auf der Homepage der Blutspende Schweiz nachgelesen werden.

 

 

Wie erfolgt eine Spende?

Es gibt zwei Arten von Blutstammzellen zum spenden:

 

1. Knochenmarkspende

 

2. Spende von peripheren Blutstammzellen

 

Bei der Knochenmarkspende wird das Knochenmark unter Narkose mit einer Spritze in mehrfachen Punktionen aus dem Beckenkamm entnommen. Dafür ist ein Spitalaufenthalt von zwei bis drei Tage nötig.

 

Bei der Spende von peripheren Blutstammzellen,  wird das Blut über einen Venenkatheter gewonnen. Über einen Zellseparator werden die Blutzellen rausgetrennt und das restliche Blut fliesst anschliessend über einen zweiten Venenkatheter zurück zum Spender. Das ganze dauert drei bis sechs Stunden. Heute werden in der Schweiz bereits 80% so gewonnen.

 

Welches die passende Art der Spende ist, entscheidet der Spender gemeinsam mit einem Spezialisten.

 

 

 

Werde ich einmal spenden können?

Damit die Blutstammzellspende kompatibel ist, müssen viele verschiedene Gewebemerkmale von Spender und Empfänger überprüft werden und übereinstimmen. Da es Milliarden verschiedene Kombinationen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass man tatsächlich Blutstammzellen spenden kann. Oft vergehen Jahre oder Jahrzehnte bis der passende Spender gefunden wird.

 

 

Welche Risiken bestehen bei einer Spende?

Vor jeder Blutstammzellenspende erfolgt eine ausführliche ärztliche Untersuchung, um sicherzugehen, dass kein gesundheitliches Risiko für den Spender entsteht.

 

Die Spende hat ein paar kurzfristige Nebenwirkungen, wird aber ansonsten gut vertragen und ist ungefährlich. Nach der Knochenmarkentnahme gehören Erschöpfung und Schmerzen an der Entnahmestelle zu den häufigsten Nebenwirkungen.

 

Bei einer peripheren Entnahme, treten wegen der Verabreichung von Wachstumshormonen,  grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf.

 

https://www.blutspende.ch/de/blutstammzellspende/blutstammzellspender_werden